Daniel Binder & Mario Nawrath im Interview

Innovative junge Köpfe mit viel Berufserfahrung – ein Traum jedes Unternehmens und bei der TID kein Widerspruch. Beide kaum Dreißig, beide schon seit mehr als 10 Jahren in die Weiterentwicklung des CATALOGcreator® involviert. Daniel Binder, Leiter der Software- Entwicklung und zugleich Projektmanager der TID, und Mario „The brain“ Nawrath, der absolute Spezialist in der Entwicklung des ExportDynamic.

 

Die TID bezeichnet sich als Technologieführer für elektronische Ersatzteilkataloge. Zurecht?

 MARIO NAWRATH: Uns mit neuen Technologien zu beschäftigen, ist selbstverständlich und ein Vorteil unseres jungen Entwickler-Teams, das sich natürlich auch im privaten Umfeld mit innovativen Softwareprodukten auseinandersetzt. So entstehen interessante Ideen und Ansätze, die wir für die Integration neuer Features in den CATALOGcreator® diskutieren.

DANIEL BINDER: Auf jeden Fall! Gerade wenn wir den Vergleich mit anderen Anbietern für  elektronische Ersatzteilkataloge ziehen. Dass wir eine sehr innovative, moderne und flexible Software-Lösung bieten, bestätigen uns immer wieder die Rückmeldungen aus unseren Projekten. Aber jeder Kunde bringt auch seine ganz spezifischen Anforderungen mit sich. Gerade große und internationale Konzerne haben oftmals eine konkrete Vorstellung, was sie für ihre Ersatzteilkatalog-Lösung benötigen.

MARIO NAWRATH: Die vielfältigen Erfahrungen der Projektarbeit kommen letztlich auch der Weiterentwicklung der Standard-Software sehr zugute und motivieren uns ständig, innovativ und lösungsorientiert zu arbeiten. Wir sehen Kundenwünsche als Anreiz und versuchen, diese Ideen zu abstrahieren und möglichst auch anderen Kunden zur Verfügung zu stellen. Manche Features entstehen aber auch einfach aus „nächtlichen Geistesblitzen“.

In den letzten Jahren sind zunehmend sehr komplexe Projekte mit großen Kunden wie Liebherr und Stihl unter den Neuprojekten. Was überzeugt internationale Konzerne, den Mittelständler TID zu engagieren?

DANIEL BINDER: Die TID zeichnet sich dadurch aus, dass wir uns nicht scheuen, selbst außergewöhnliche Herausforderungen anzunehmen. Wir sind bekannt für unsere „Nichts ist unmöglich“-Mentalität. Liebherr ist da ein Paradebeispiel. Nach den ersten Gesprächen haben wir für Liebherr einen ganz neuen Ansatz für die performante Darstellung von extrem großen Datenmengen im Online-Katalog entwickelt. Aber auch unsere langjährige Partnerschaft mit SAP trägt natürlich dazu bei, dass bei größeren Projekten der CATALOGcreator® zum Einsatz kommt. Wir haben eine tiefe SAP-Integration und zusammen mit unserem Partner SAP viel gemeinsame Projekterfahrung. Hinzu kommt, dass sich Interessenten bei Bestandskunden mit ähnlicher Systemumgebung den CATALOGcreator® im Echtbetrieb ansehen. Somit findet bereits vor Beauftragung ein reger Austausch statt und was gibt es überzeugenderes als einen bereits funktionierenden Prozess.

Was ist das Besondere an der CATALOGcreator® Generation seit der Version 2015?

DANIEL BINDER: Der CATALOGcreator® 2015 (kurz CC 2015 genannt) ist kein Upgrade der Vorgängerversion, sondern eine komplette Neuentwicklung. Wir haben die neue Lösung, parallel zur alten Version, über vier Jahre – praktisch „auf der grünen Wiese“ – entwickelt. Dass dieses Vorgehen der richtige Weg ist, hat sich schon im Jahr 2008 gezeigt, als wir mit einem komplett neuen und dynamischen Ansatz unser Produkt mit der CATALOGcreator®-Version 2011 neu erfunden haben. Der Vorteil dabei ist, dass modernste Technologien und Erkenntnisse die Basis der Software bilden und wir so nicht auf einem alten Kern weiter aufbauen müssen. Dadurch sind wir in der Lage, das bestmögliche Produkt zu entwickeln.

MARIO NAWRATH: Der CC 2015 und auch die neue Version 2018 verfügen über eine hervorragende Update-Fähigkeit, was gerade für sehr komplexe Projekte wichtig ist. Zusätzlich zeichnet die Software aus, dass es bereits im Standard extrem flexible Konfigurationsmöglichkeiten gibt, sodass sich viele Wünsche konfigurieren lassen und nicht extra entwickelt werden müssen. Die integrierten Schnittstellen machen auch die Anbindung von externen Systemen zu einer leichten Aufgabe.

Die TID arbeitet seit einiger Zeit mit der Methode der agilen Softwareentwicklung. Was genau bedeutet dies?

DANIEL BINDER: Wir haben unsere Arbeitsweise im Team Anfang 2016 mit großem Erfolg auf Scrum umgestellt. Dieser Prozess ist sehr praxisorientiert, da Zeiträume und Prioritäten vorab festgelegt werden. Dies garantiert uns eine sehr strukturierte und zielorientierte Arbeitsweise, eine bessere Ressourcenplanung und hat die Prozesse in der Teamarbeit weiter optimiert. Wir arbeiten in sogenannten Sprints, die klar definieren, welche speziellen Punkte wir innerhalb eines Zeitraumes abarbeiten wollen. Da die Zeiträume mit 2-6 Wochen relativ kurzgehalten sind, bekommt man schnell Ergebnisse und kann somit auch frühzeitig auf Probleme oder geänderte Prioritäten reagieren.

MARIO NAWRATH: Das agile Vorgehen erlaubt es uns, noch flexibler zu arbeiten, bietet große Transparenz und jeder hat den Überblick, was die nächsten Meilensteine in der Weiterentwicklung unseres Produkts sind. Unterstützt wird dieser Prozess durch die Software Jira, mit der wir standortübergreifend und webbasiert unsere Aufgaben und Informationen verwalten.

DANIEL BINDER: Mit Jira arbeiten wir übrigens seit kurzem auch im Projektmanagement und Support, wo dieses Tool für unsere Kunden und uns für hohe Transparenz sorgt. So kann man gemeinsam an den Projektzielen arbeiten und verliert niemals den Überblick. Die Software Confluence nutzen wir darüber hinaus als Wissensdatenbank für das gesamte Unternehmen und wollen dieses Wissen zukünftig auch allen Kunden zur Verfügung stellen.

Ein Blick in die Glaskugel: Wohin geht der Trend in der Softwareentwicklung des CATALOGcreator®?

MARIO NAWRATH: Grundsätzlich sind wir offen für alles, was unsere Kunden weiterbringt. Wir schauen uns die Trends der Softwareentwicklung auf breiter Basis – natürlich vor allem auch im Consumer-Bereich – an und prüfen dann, ob sich daraus Ideen für eine Anwendung im CATALOGcreator® ergeben. Aktuell beschäftigen wir uns beispielsweise mit der Amazon-Sprachsteuerung „Alexa“. Sprachsteuerung steckt zwar immer noch in den Kinderschuhen, aber durch die zunehmend breiter werdende Anwendung erwarten wir zukünftig einige Fortschritte auf diesem Gebiet. Ähnliches gilt auch für Themen wie Augmented Reality. Aber auch ganz praktische Anwendungen, wie die Bereitstellung einer eigenen App für das iPhone, stehen zur Diskussion. All dies sind Punkte auf der Prüfliste für innovative Anwendungsfälle im CATALOGcreator® und könnten zukünftig interessante Perspektiven für die Weiterentwicklung der Standard-Software bieten.

DANIEL BINDER: Ganz konkret haben wir für 2017 die Entwicklung eines eigenen Webshops auf der Agenda. Es gibt zwar viele Webshop-Lösungen auf dem Markt, in die sich der CATALOGcreator® integrieren lässt, doch die Anforderungen der internen Abteilungen, der Servicetechniker sowie der Endkunden im Ersatzteilgeschäft sind sehr spezifisch. Gerade neue Kunden möchten eine komplette Lösung aus einer Hand. Der Webshop der TID ist ein weiterer Schritt, um unsere Software vom elektronischen Ersatzteilkatalog hin zu einer umfassenden Portallösung für das Web zu entwickeln. Denn die Endkunden im B2B-Geschäft sind es gewohnt, privat sehr komfortable Online-Shops zu bedienen und möchten diese Funktionalitäten genauso auch in ihrem Business nutzen.

High Potentials und doch seit über 10 Jahren im gleichen Unternehmen. Was zeichnet die TID als Arbeitgeber aus?

DANIEL BINDER: Wir beide haben direkt nach der Schule bei der TID mit der Ausbildung begonnen und erleben, wenn alles gut geht, hoffentlich auch noch die Feier zu 50 Jahren TID. Seit wir angefangen haben, hat sich die Mitarbeiterzahl mehr als verdreifacht und wir wachsen stetig weiter. Trotzdem ist der Charakter der TID sehr familiär und das Betriebsklima super. Das schätze ich persönlich sehr.

MARIO NAWRATH: Mir sind die Freiräume wichtig, die wir von der Geschäftsleitung bekommen. Wir bestimmen die Entwicklung der Software praktisch entscheidend mit und setzen nicht einfach nur um. Innerhalb eines gesteckten Rahmens bleibt es ganz uns überlassen, wie wir das Ziel erreichen. Dies lässt viel Freiheit für eigene Ideen. Daniel und ich verstehen uns mittlerweile blind und schätzen die Zusammenarbeit sehr. Was nicht heißt, dass wir immer einer Meinung sind. Aber gerade das macht es spannend und die Diskussionen führen am Ende immer zu fruchtbaren Ergebnissen. Ich denke, dies macht einen guten Arbeitgeber aus: innovatives, offenes Arbeitsklima und zugleich Vertrauen schenken.

 

Zum Prospekt CATALOGcreator® 2018: Prospekt_2018

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